Vom Junkie zum Jesusfreak – TEIL 1

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Jupp O. lebt + wie er sein Leben überlebt!

Soweit ich in meine Kindheitstage zurück denken kann wuchsen mein Bruder und ich sehr selbstständig auf. Unsere Mutter war damals schon sehr lange krank. Ich kann mich fast gar nicht mehr daran erinnern wie es einmal war, sie gesund und munter zu sehen.

Eins weiß Jupp aber auf jeden Fall noch genau. In ihren sogenannten besten Tagen hatte sie ein feuriges Temperament und war für jeden Spaß zu haben. Die letzten Jahre ihres Leidens hatte Sie nicht mehr die Kraft, ihr Leben zu genießen. Als ich meine Mutter bei einer Besorgung begleitete und sie nach ca. 250 Meter Fußmarsch wegen Erschöpfung einen Stuhl aus der Bäckerei verlangte, wurde mir erstmals so richtig bewusst, dass sie bald nicht mehr für ihren Mann, meinen Bruder und mich da sein würde. Die letzten Wochen im Krankenhaus waren sehr schmerzhaft für sie. Es war bedrückend für mich mit anzusehen, wie meine Mutter leiden musste. Doch ihr lebendiges, strahlendes und herzliches Lachen werde ich niemals vergessen. Als sie starb war es wie ein Schock für mich, aber für meine Mom war es wohl wie eine Erlösung. Sie ging leider viel zu früh. Mein Vater vergrub sich schon immer in seiner Arbeit, ja er hatte einen körperlich anstrengenden Job und war immer zur Stelle, wenn er dort gebraucht wurde. Als Ausgleich züchtete er Brieftauben. Da er mit der Kindererziehung nicht viel am Hut hatte und aus den genannten Gründen oft nicht zu Hause war, ging mit den Jahren das Vertrauen zwischen uns beiden verloren. Für mich als Kind war das aber damals ganz normal, ich kannte es ja nicht anders. Ohne meinem Vater einen Vorwurf machen zu wollen, glaube ich aber, dass er einfach nicht die Geduld mit mir hatte, die ich gebraucht hätte um ihm und seinen Vorstellungen, sein Kind zu sein, gerecht zu werden. Anstatt dass Jupp in vorbeugender Weise erzogen wurde, erntete ich oftmals nur Ermahnung, wenn ich etwas falsch gemacht oder Mist gebaut hatte. Dieses Verhalten machte mich nicht gerade selbstbewusst. Ich nabelte mich immer mehr von meinem Elternhaus ab. Als ich 18 Jahre wurde, noch während meiner Bäckerlehre, zog ich zuhause aus. Ich bewohnte mit vier etwa gleichaltrigen Freunden eine alte Fabrik in Solingen-Höscheid. Die Wohnung hatte vier Zimmer, eine Küche die fast nie genutzt wurde und einen großen Gemeinschaftsraum, in dem ein paar Sofas und ein Billardtisch standen. Ein Badezimmer gab es auch. Mit meiner Bäckerlehre ging es immer mehr bergab. Denn mein Lehrmeister war ein ziemlich übler Typ. Wenn es mal nicht so lief wie er sich das vorstellte, konnte es passieren, dass er mit dem Teig, den er gerade in den Händen hielt, nach mir schmiss. Einen Lehrling steckte er sogar mit dem Kopf in den Rührteigbottich. Weil ich meistens am Spülbecken stand und Backbleche säubern musste, lernte ich auch nicht viel. Meine Zwischenprüfung nach anderthalb Jahren Lehre war dem endsprechent schlecht ausgefallen. Nach der Prüfung beschwerte ich mich bei der Bäckerinnung und wechselte sogar noch den Bäckereibetrieb.

Ich erinnere mich noch genau daran, dass ich nach einer durchzechten Nacht den Bus verpasste und auf Rollerskates in die Backstube „schwebte.“ Der Altgeselle meinte nur, dass mein Erscheinen zwar lobenswert ist, es aber besser für mich sei, ins Bett zu gehen. In der folgenden Zeit lies das Interesse am Arbeitsleben immer mehr nach. Es dauerte dann nicht mehr lange und ich brach die Lehre nach 2 Jahren ab. Von nun an erlebte und erforschte ich, wie mein Körper und meine Sinne auf eine Vielzahl verschiedenster Drogen reagiert. Die Leute aus meiner Drogenclique und ich schmissen uns einfach alles ein, was uns zwischen die Finger kam. Eine Party jagte die andere. Da wir alle nicht viel Geld am Start hatten, ging es meistens für Drogen drauf, Die übrigen Dinge, die wir so brauchten, besorgten wir uns auf „unsere“ Weise. Es gab ja alles umsonst. Ob es nun Kohlen für den Ofen waren, eine Musikanlage oder eine Lampe bei OBI. Es war eine aufregende und spannende Zeit. Die Polizei kam auch ab und zu vorbei. Einmal kamen die Bullen, weil wir im Sommer die Lautsprecherboxen auf dem Dach stehen hatten und ein Sonnenbad mit Joint nahmen. Die „Spießer“ in der Nachbarschaft hielten wohl nicht viel von unserer Art zu leben. Ein anderes Mal kam die Polizei, weil jemand von uns in der Badewanne eingeschlafen war und der Wasserhahn noch lief. Die Familie, die unter uns wohnte, versuchte mit unzähligen Töpfen und Eimern die Wassermassen aufzufangen, die an den verschiedensten Stellen von der Decke herunter kamen.

Im Oktober 1980 klopfte dann die Bundeswehr an. Da wurden Männer gebraucht. Aber außer Befehle auszuführen und den Geschmack und die Wirkung des Alkohols weiter kennenzulernen, war da auch nicht viel los. Nach 15 Monaten und 5 Disziplinarverfahren wurde ich dann von meinem Gefreitendienstgrad wieder zum Kanonier degradiert, bi ich dann entlassen wurde. Wieder in Solingen angekommen zog es mich zu den Hausbesetzern am Neumarkt hin. Auch hier setzte ich meine Drogenkariere mit rasantem Tempo fort. Haschisch rauchen, Trips (LSD) einschmeißen und Alkohol trinken war doch auch viel besser, als ein schreiender Bäckermeister oder Feldwebel. Wir sind jeden Tag losgezogen und suchten das Ende vom Regenbogen! An einem herrlichen Sommertag streunten wir wiedermal durch die Gegend um dem Leben ein Abenteuer zu entlocken. Langsam fing das Lysergsäurediethylamid (auch LSD genannt) an zu wirken. Wir hatten alle einen schwarzen Mikro, so nannte sich der Trip, eingeschmissen. Wir waren echt heftig überrascht wie schnell und krass die Droge zu wirken begann. Ich trat von einer Sekunde auf die andere voll in so einen Film hinein, der sich vor meinen Augen abspulte. Alles wurde vollkommen bunt, überall wo ich hinguckte verschwammen die Formen und Konturen, Straßen öffneten sich, und Bäume oder andere Dinge schossen daraus hervor. Alle meine Sinne spielten verrückt und waren außer Kontrolle. Etwas zu berühren oder anzufassen war ein vollkommen anderes aber unglaublich gutes Gefühl. Irgendwann gingen wir in den Stadtpark, legten uns auf die Wiese und rauchten erst mal ein paar Joints. Am Abend auf dem Weg in unsere WG, es war schon dunkel geworden, wurde es wieder voll bunt und abgefahren. Die Sterne am Himmel schossen wie Lichtblitze umher. Die Lichter der Stadt flackerten uns nur so um die Ohren und alle Straßenlaternen auf den Wegen schienen schief zu stehen. Die Zeit unseres Rausches nahm so schnell kein Ende. Ich glaub wir waren 48 Stunden auf diesem Trip unterwegs. Danach waren wir vollkommen leer und ausgelaugt und die Wirklichkeit hatte uns wieder. Ja so ging das immer weiter; abfahren, drauf sein, high sein – und dann kam wieder der Blues. Eines Tages war es dann soweit. Die nächste Stufe meiner Drogenlaufbahn stellte sich vor. Ich kann mich noch genau an dieses, mein erstes Erlebnis mit Heroin erinnern. Es war am Heidberg, gleich neben den Bahnschienen auf einem freien Gelände. Da ich noch keine Ahnung hatte, wie man sich einen Schuss in die Vene setzt, misslang auch der erste Versuch. Die Nadel rutschte wieder aus der Vene und es trat Blut heraus. Im nächsten Augenblick lag ich flach, (das hatte ich schon einmal bei meinem Hausarzt erlebt (Blutabnahme). Der Typ der mir das „H“ verkauft hatte und mein Kumpel, halfen mir wieder auf die Beine. „Hey Jupp, was ist los.“ Ich rappelte mich wieder hoch und im nächsten Versuch verpasste ich mir dann den ersten „Heroinrausch“. Ich will die Wirkung mal so beschreiben. Als ich mir das Heroin in die Vene drückte durchströmte mich ein Gefühl das ich nur schwer beschreiben kann. Als wenn immer wiederkehrende Wellen von Wohlgefühl durch meinen Körper flossen. Ich bemerkte einen bitteren Geschmack am Kehlkopf. Ein wunderbar warmes Feeling schien von dieser Bitterkeit und der Wirkung des Heroins in mich hinein zu strömen. Ohne dass ich es merkte, übernahm das Heroin die Kontrolle über mich. Es schien so als ob mein inneres Selbst, meine Persönlichkeit gerade neu erfunden wurde. Ich dachte mir: „So könnte ich das Leben ertragen!“ All die schweren Lasten in meiner Seele und die Verletzungen in meinem Herzen, waren wie weggebeamt. Innerhalb einer Mikrosekunde fühlte ich mich frei, von allem schlechten erlöst! Ich musste zwar kotzen, aber ich war irgendwie nicht mehr so einsam und alleine.

In den folgenden Monaten kam es immer häufiger zu Gelegenheiten Heroin, auszuprobieren. Bis irgendwann der Tag kam, an dem ich morgens aufwachte und spürte, das Ausprobieren hatte ein Ende. Mein Körper schmerzte, Ich hatte das erste Mal Entzugserscheinungen. Die Droge, das “H“, hatte mich in ihren Klauen. Es war immer wieder das gleiche Spiel. Hatte ich Heroin im Blut, wollte ich damit aufhören. War am nächsten Tag der Affe (Entzug) wieder da, wurden alle guten Vorsätze schnellstens über den Haufen geworfen. Und die Jagd nach den nächsten Schuss ging weiter. Ein Gefühl von Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt, begleitete mich nun am Tag und in der Nacht.

Das besetzte Haus in dem wir zu dieser Zeit lebten, wurde dann irgendwann durch Polizeigewalt geräumt. Die Stadt Solingen stellte uns freundlicherweise ein „Anwesen“ in einer Sozialbausiedlung, auf der Tunnelstraße in der 2. Etage zur Verfügung. Mit fünf Personen und einem Hund durften wir uns darin breit machen. Heißes Wasser gab es nicht. Gemeinschaftsklo auf dem Flur. Aber scheißegal, Hauptsache der Schlafplatz war gesichert. Die Wohnungseinrichtung bestand aus vier Matratzen, einem Sofa, Schallplattenspieler und einer Plattensammlung. Zu dieser Zeit war gerade die Musik von Iggy Pop, den Straßenjungs und Extrabreit hoch im Kurs. Den Zustand „Extrabreit“ nahm ich wohl all zu wörtlich. Wir hatten jede Menge Spaß und trampten jede Woche mehrmals nach Solingen-Glüder ins „Getaway“, einem Freakschuppen zum abfeiern. Eines Tages, es war der 14. April ‘82, standen wir an der Straße und wollten nach Hause trampen. Doch es hielt keiner an. Es war nass und kalt und ich wurde ärgerlich und ungeduldig. Ich sprang auf die Straße als könnte ich auf diese Weise ein Auto anhalten. Und tatsächlich, ich wurde sogar mitgenommen. Doch leider nur fünf bis maximal zehn Meter. Und zwar von dem rechten Scheinwerfer eines stark abbremsenden Autos. Dieser besagte Scheinwerfer erreichte mich, nachdem ich auf die Straße gesprungen war und in der Hocke landete, genau im Gesicht. Man flickte mein Gesicht dann im Städtischen Krankenhaus wieder zusammen. Später erfuhr ich noch, dass ich im Schockzustand meinen Frust an der Krankenhauseinrichtung ausgiebig abreagierte. Nach drei Tagen bin ich dann in Wuppertal-Barmen in der Augenklinik wieder wach geworden. Als ich mich überwinden konnte, in den Spiegel zu schauen, dachte ich nur, juchuh, der Kopf ist noch dran! Die vielen Drähte, Nähte und Schwellungen werden auch bald verschwunden sein. Außerdem bin ich durch die künstliche Ernährung gute zehn Kilo leichter geworden. Naja, damals war eben noch „live hard and die young“ angesagt.

In den folgenden Tagen versuchte ich immer den Flur entlang, an dem Schwesternzimmer vorbei in die Freiheit zu kommen. Das hat bestimmt lustig ausgesehen. Jupp im weißen OP-Hemd mit einer rollenden Stange (Infusionsständer) in der Hand, die ich vor mir herschob, an der die verschiedenen „Konserven“ (Medikamente) hingen, die mich wieder aufpäppeln sollten. Nach zehn Tagen verließ ich dann die Krankenstation auf eigene Verantwortung. Ich wollte meine damalige Freundin und meine Kumpels wieder sehen. Mit meinem OP-Hemd, einer extra angefertigten Gipsschale für meine an zwei Stellen angeknacksten Wirbelsäule, in der ich nachts schlafen sollte, zwei gebrochenen Fingern der rechten Hand und einem links leicht angebrochenen Schlüsselbein, an dem noch die erforderliche Metalplatte verschraubt werden musste, erwartete ich meinen Bruder, der mich abholen sollte. Was das wohl für ein Anblick für ihn war. Naja, als wir dann im Solinger Klinikum wegen der erforderlichen Rest OP des Schlüsselbeins nach ein paar Tagen Übernachtungen mit Frühstück fragten, war leider kein Bett mehr frei und die Ärzte schickten mich nach Hause. Dieser gespenstische Auftritt bei meinen Eltern brachte erst einmal Entsetzen hervor. Doch sie nahmen mich bereitwillig auf. Meine Tante war zu Besuch und setzte mich erst mal in die Badewanne und schrubbte mich sauber. Ich dachte mir, eine Tante als Krankenschwester zu haben ist auch nicht schlecht.

Nach ein paar Tagen Genesungsurlaub machte ich mich auf die Suche nach meinen Kumpels. Also ab in die Stammkneipe. Die erste, die ich traf, war Steffi. Sie begrüßte mich sehr erschrocken mit den Worten: „Ich dachte, du bist tot.“ Ich sagte zu mir Halleluja, herzlichen Glückwunsch zur Wiederauferstehung. Da stand ich nun in der Metzgerjacke meines Bruders, einem Bob Marley T-Shirt, meiner alten Bäckerhose und Turnschuhen und jede Menge Narben im Gesicht, an denen noch nicht einmal die Fäden gezogen waren. Aber die Welt hatte mich wieder. Plötzlich standen meine damaligen Kumpels vor mir. Es waren Rolf und Mike. Wir besorgten uns auf oft erprobte Weise im Supermarkt, eine Flasche Pernod und später noch eine. So feierten wir drei unser Wiedersehen, im Malteser Park. Abends schleppten Sie mich dann auf ihren Schultern nach Hause, (Ich kann mich an nichts mehr erinnern). Außer an einen Streit vor dem Café Mobile. Wir drei haben uns dann irgendwann aus den Augen verloren. Mike hat sich ein paar Jahre später mit einer Überdosis Heroin umgebracht. Er hatte auf der Stadtautobahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Als ständiges Andenken an den Unfall blieb ihm eine ziemlich fiese Gesichtsnarbe, mit der er wohl nicht weiter Leben wollte. Ich konnte nie verstehen, warum der Mike seinem jungen Leben einfach ein Ende machte. Er muss wohl ziemlich verzweifelt gewesen sein. Ich schwor mir damals, egal was noch kommen mag, niemals auf diese Weise meinem Leben ein Ende zu machen. Bis heute hat der Schwur jedenfalls bestand. (Rolf starb ca. 15 Jahre später auch an einer Überdosis Heroin).

Um mein Drogenproblem in den Griff zu kriegen, flüchtete ich mich mehrmals in Beziehungen, die ein bis zwei Jahre relativ gut verliefen oder besser gesagt nach zwei Jahren eigentlich am Ende waren, aber drei bis fünf Jahre andauerten. Mit 28 Jahren lernte ich dann Petty kennen. Weihnachten ’89 war ich zum ersten Mal bei Pettys Mutter und deren Freund zu Besuch. Im Anzug und Krawatte wollte ich einen guten Eindruck machen. Mit selbst gemachter Buttercremetorte und einem Begrüßungsschlückchen auf die neue Bekanntschaft, klopfte ich frohen Mutes an ihre Wohnungstür. Nachdem einige Glas Bier gekippt waren und dem Genuss des mitgebrachtem Weinbrands, verschwand die Distanz zwischen uns doch recht schnell, und es wurde ein fröhlicher Nachmittag. Am Abend bat man mich doch zu bleiben und dort zu schlafen. Die anfangs fröhliche Stimmung endete im Streit, wo ich denn nun schlafen sollte. Petty wollte, dass ihr Jupp in ihrem Bett schlafe. Die Mutter hätte mich jedoch lieber auf dem Sofa im Wohnzimmer schlafen sehen. Um dem ganzen Stress ein Ende zu machen, rief ich dann ein Taxi an. Plötzlich sagte Petty: „Wenn du gehst, komme ich auch mit. In dem Chaos hier halte ich es sowieso nicht mehr länger aus!“ Dann trat Icke, der Freund der Mutter auf den Plan und sagte: „Wenn du jetzt gehst, kannst du gleich deinen Koffer mitnehmen!“ Petty fasste dies als einen Rausschmiss auf und fragte mich, ob sie bei mir bleiben könnte. Ich sagte zu ihr: „Komm erst mal mit. Morgen sieht die Welt schon wieder anders aus. Dann wird man sehen was geht!“ Sie packte auf die Schnelle ein paar Sachen zusammen. Als das Taxi endlich kam, verließen wir fluchtartig unter wüsten Beschimpfungen die Wohnung.

Wir blieben zusammen und ein Jahr später war Hochzeit. Meine Frau arbeitete damals in einer großen Solinger Firma und der Job schien ihr Spaß zumachen. Ich wollte der Hausmann sein und die Kinder versorgen wenn sie dann einmal da wären. Wir bewohnten eine kleine Wohnung die der Firma gehörte, in der Petty arbeitete. Von nun an ging es mit unserer Ehe aber leider bergab. Petty schien zu glauben das Recht zu haben, Ihrem Mann vorschreiben zu können, was der tun und lassen soll. Nach immer häufiger auftretenden Problemen und Streitereien, packte ich meine sieben Sachen und zog zu meinem Freund Mark. Er wohnte damals auf der Focherstraße und ging gleich um die Ecke bei den Röhrenwerken zur Arbeit. Zwei Wochen später kam er dann mittags von der Arbeit und sagte, er sei gekündigt worden. Markk sprach von einer Abfindung die er bekommt. Seine Lebensversicherung wollte er auch kündigen und sich von dem Geld ein Auto kaufen. Doch das Geld wurde wohl nur für die Finanzierung der Drogensucht genutzt. Ein Auto kaufte er sich jedenfalls nicht. In Marks Wohnung stand keine Waschmaschine. Ich musste also mal wieder „nach Hause“ um Wäsche zu waschen. Das wiederholte sich in den nächsten Wochen zwei, drei Mal. Ich machte mir auch keine Gedanken darüber, dass es nicht nur beim Wäsche reinigen blieb. Eines Tages rief mich meine Frau an und sagte: „Hallo Jupp, du ich bin schwanger wir bekommen ein Baby!“ Es verschlug mir die Sprache. Wütend und beleidigt sagte ich ihr: „Bevor ich dir mit unserem Kind und einem anderen Typen irgendwann mal begegne, lasse es besser wegmachen. Ich war so aufgebracht und verletzt. Jahrelang wünschten wir uns schon eine Familie mit Kindern. Und nun wo alles am Ende zu sein schien, musste ich erfahren dass ich Vater werde. Meine Wut verflüchtigte sich jedoch recht bald und ich zog wieder zu Hause ein. Zwei Monate später rief mich die Schwester von Mark an. Man hatte ihn tot in seiner Wohnung gefunden. Die Polizei sagte er wäre schon sechs Wochen tot. Was für ein Schock. Ich hatte ihn oft versucht an zu rufen. Nun wurde mir plötzlich bewusst warum er die ganze Zeit nicht zu erreichen war.

Ich verstand die Welt nicht mehr. Erst der Mike dann mein damals bester Freund Jörgen der bei einem Autounfall ums Leben kam und nun Mark. Ich flüchtete vor der Realität in dem ich immer wieder Drogen nahm. Die Ungewissheit ob das Baby in dem Bauch meiner Frau auch wirklich von mir ist, musste ich auch erst mal überwinden. Aber je näher der Geburtstermin rückte, umso größer wurde die Freude. Als es dann soweit war, verpasste ich auch noch die Geburt um zwanzig Minuten. Das war sehr ärgerlich, ich wäre gerne dabei gewesen. Die Geburt verlief nicht ganz ohne Probleme. Mutter und Kind mussten noch zehn Tage im Krankenhaus bleiben. Den Moment als ich meine Tochter Rose das erste Mal in meine Arme nahm, kann man am besten mit der Bedeutung ihres aus dem anglo-amerikanischen stammenden Namen beschreiben. „Die strahlende, aufgehende Morgenröte“, einfach Gigantisch. Seit diesem Tag war es für mich unwichtig, ob Rose nun mein eigen Fleisch und Blut ist, oder nicht. Diese erste Umarmung lies mich, spüren, ich würde Rose nie alleine lassen. Sie war mein ganzes Herz!

Die zwei Jahre Mutterschaftsurlaub plätscherten so dahin. Ich arbeitete bei der Jugendberufshilfe in der Schreinerei. Um vom Heroin weg zu kommen nahm ich an einem Substitutionsprogramm teil. Ein vom Arzt verschriebenes Medikament (Polamedon) anstatt Heroin. Mit sehr strengen Auflagen. Ich musste jeden Morgen pünktlich um neun Uhr in der Arztpraxis erscheinen sonst gab es kein Polamedon. Mindestens einmal im Monat war Urintest. Keinerlei Beikonsum war erlaubt. 1992 war Jupp ein sehr braver Patient. Innerhalb von dreizehn Monaten war ich von acht Milliliter auf nur noch zwei Tropfen herunter dosiert. Dann kamen noch drei bis vier Wochen Entwöhnungszeit, während denen ich schlecht einschlafen konnte, und ich war das erste Mal wieder clean. Bei der Jugendberufshilfe bekam ich die Möglichkeit ein weiteres Jahr zu arbeiten. Doch nach ca. sechs Monaten holte mich die Vergangenheit wieder ein. Meine Mittagspause verbrachte ich im Flur der Schreinerei, der als Aufenthaltsraum genutzt wurde. Unter der Treppe zum Dach, war eine Toilette installiert. Ein neuer Mitarbeiter ging jeden Tag, nach dem er Mittag gegessen hatte auf diese Toilette. Eigentlich nichts ungewöhnliches. Jeder Mensch hat so seine „Rituale“. Außer mir, dem „altem Suchtknochen“ schien keinem aufzufallen was sich auf dem Klo abspielte. Ich hörte ständig wie der Typ mit dem Feuerzeug und der Alufolie hantierte. Er war einer von den Heroinkonsumenten die sich das Gift nicht spritzten, er rauchte es. Die Gedanken in meinem Kopf schlugen Purzelbäume. Ich war hin und her gerissen. Schließlich entschied ich mich bei der Verwaltung um Rat zu fragen. Ich nannte keinen Namen. Verpfeifen wollte ich auch keinen. Doch auch sie konnten keine Lösung für mein Problem finden. Was nun? Finanziell gesehen musste ich das zweite Jahr noch arbeiten. Um nicht den Anspruch auf ein Jahr Arbeitslosengeld zu verlieren. Also ging ich zum Arzt und lies mich krankschreiben. Vier Wochen war mir die Flucht vor dem Heroin noch mal gelungen. Doch dann gab es keine Krankmeldung mehr. Leider gab es auch keinen Arzt, der mich weiter krankgeschrieben hätte. Drogensucht macht zwar „Krank und Kaputt“, ist aber keine anerkannte Krankheit. Also musste ich wohl oder übel wieder zurück zur Arbeit. Mein drogensüchtiger Leidensgenosse saß immer noch jeden Mittag auf dem Klo. Auf Dauer hielt ich dem Suchtdruck nicht mehr stand und wurde wieder rückfällig. Die letzten fünf Monate meiner Arbeitszeit dort, nutzten wir die Toilette auf die gleiche Weise. Wie gewonnen so zerronnen. Der Teufel schläft bekanntlich niemals und ist immer auf der Suche nach einem Opfer. Trotz anfangs großer Zuversicht hatte sich in den zwei Jahren überhaupt nichts geändert. Wie heißt es doch so schön: „Einmal ein Junkie, immer ein Junkie!“ Nun ja, die zwei Jahre JBH. waren jedenfalls beendet. Die Arbeit in der Schreinerei war eine gute Erfahrung. Zu lernen, wie aus Baumscheiben z.B. Möbelstücke werden, hatte mir sehr viel Freude bereitet. Doch an meinem Ziel, die Heroinsucht zu besiegen, war ich wieder einmal gescheitert. Der Druck sich das Zeug zu spritzen lies mich einfach nicht los.

Die Zeit in der Jugendberufshilfe war nun vorbei! Jetzt konnte ich mich endlich den ganzen Tag um meine Tochter kümmern. Petty ging dann wieder zur Arbeit in die Maschinenbaufirma. Wir drei zogen noch einmal in eine vier Zimmer Wohnung um. Mit der Zeit lebten meine Frau und ich uns aber immer mehr aus einander. Petty war mehr mit dem Auto verheiratet als mit ihrem Mann. Wenn ich sie ab und zu mal anrief um Rose und mich irgendwo abzuholen, z.B. vom Schwimmbad, sagte sie nur: „Ne, hab jetzt keine Lust!“ Sie hatte immer um 14 Uhr Feierabend. Die kleine Familie hätte also genug Zeit gehabt um etwas gemeinsam zu unternehmen. Doch sie fuhr lieber zu ihrer Freundin Marta. Als sie dann von der Disco nachts nicht mehr nach Hause kam, war die Schmerzgrenze meiner Leidensfähigkeit endgültig erreicht. Ende 1995 ging ich zum Anwalt und beantragte die Scheidung. Bis April 96 lebten wir dann in der aufgeteilten Vierzimmerwohnung, bis Petty dann auszog. Ihr Besuchsrecht dem Kind gegenüber nahm sie von Anfang an nur sehr unregelmäßig wahr, später gar nicht mehr. Eines Tages begegneten Tochter und Vater, Petty in der Stadt. Sie wollte Rose mit einem Kuss begrüßen. Rose zog den Kopf ein und sagte: „Lass mich, du bist nicht mehr meine Mutter!“
Peng – das traf mitten ins Herz. Rose war gerade vier Jahre alt geworden, wie viel Schmerz muss ihr Herz schon empfunden haben. Petty warf mir vor: „Was hast du mit dem Kind gemacht, dass es so reagiert?“ Ich sagte ihr: „Ich liebe mein Kind wie ein Vater es tun sollte und versuche ihr die Mutter zu ersetzen, so gut es geht!“ Zum Ehescheidungstermin erschien sie erst gar nicht und ich bekam das Sorgerecht zugesprochen. So trennten sich unsere Wege.

Ich dachte damals ich hätte das schlimmste hinter mir. Doch dann lernte ich Mandy kennen. Sie arbeitete in einer Kneipe. Eigentlich wollte ich so schnell gar keine neue Beziehung. Doch im Leben geht man manchmal seltsame Wege. Zu Ostern fuhr ich mit Rose zu meinen Eltern. Mandy fragte uns beide ob wir nach den Feiertagen bei ihr vorbei kommen und gab mir die Zweitschlüssel ihrer Wohnung, weil sie abends lange arbeiten musste. Ostermontag gegen 22 Uhr betraten wir ihre Wohnung. Mandy war noch nicht zu Hause. Rose war sehr müde und schlief auf dem Sofa ein. In ihrer 1,1/2 Zimmer Wohnung stand außer dem Sofa, einem Tisch, einem Sessel in den ich mich hätte setzen können, auch noch ein Bett in dem ich mich dann breit machte. Ich schlief dann mit Musik von Led Zepplin ein. Durch Mandys fluchen und ihr Schlüsselgeklimper, weil sie das Schlüsselloch nicht fand, wurde ich aus meinem Schlaf gerissen. Es dauerte eine Weile bis sie und ihr Hund Benji in die Wohnung gelangten. Benji begrüßte mich kurz und sprang dann aufs Sofa leckte Rose übers Gesicht und nahm auf dem Sofa Platz. Stark schwankend kam Mandy ins Zimmer, lies das Licht aber aus. Sie kuschelte sich an ihren Hund und erzählte ihm dass sie jetzt gerne bei Rose und Jupp wäre. Ich dachte mir damals, muss die einen gehoben haben. Nach etwa 10Minuten realisierte sie, dass noch jemand auf dem Sofa lag, und wer es war. Dann dauerte es nicht mehr lange und sie hatte auch mich entdeckt. So etwas wie Freude schien in ihre Denke einzukehren. Das war der Anfang einer 5 Jahre langen, und wieder einmal schmerzhaften Erfahrung. Da auf Dauer, unsere 4 Zimmerwohnung, vom Sozialamt nicht mehr bezahlt wurde, zog Mandy als Untermieterin bei mir und meiner Tochter Rose ein. Am Anfang unserer Freundschaft versuchte ich ihr klar zu machen wie ich mir eine Beziehung so vorstelle. Ich wollte meine Tochter nicht noch mehr verunsichert und verletzt sehen. Doch nach ca. einem Jahr merkte ich wieder mal das nichts von dem erstrebtem Glück zu erhaschen war. Außer unserem Drogenproblem waren keine Gemeinsamkeiten mehr vorhanden. Zu dieser Zeit wurde das Haus verkauft in dem wir zu Miete wohnten. Die damals 2000 D-Mark Mietschulden musste ich zum Glück nicht nachbezahlen. Ich bezog mit Rose eine Wohnung vom Spar und Bau Verein. Mandy zog in eine 1 Zimmerwohnung über der Kneipe, in der sie arbeitete. Doch Jupp, der Dummkopf hatte immer noch nicht genug von dem Chaos in seinem Leben. Ich ließ mich immer wieder auf Mandy ein. In den letzten 2 Jahren unserer Abhängigkeitsbeziehung brach das Chaos dann völlig aus. Ich hatte mich ein zweites Mal für ein Substitutionsprogramm entschieden. Diesmal bei einem anderen Arzt. Mittlerweile wurde nicht mehr mit Polamedon sondern mit Methadon substituiert. Methadon ist nicht das bessere jedoch das billigere Medikament. Am Anfang war Mandy auch im Methadon Programm. Doch sie schmiss bald das Handtuch und sagte voller Stolz und Selbstbetrug: „Ob ich nun Methadon oder Heroin nehme, Sucht bleibt Sucht.“ 1999 bekam ich vom Arzt die Erlaubnis in den Urlaub zu fliegen. Am 3. Juli ging es los.

Rose und Jupp und du wirst es nicht glauben Mandy saß auch mit im Flugzeug. Ich konnte es echt nicht lassen, musste mir und meiner Tochter auch noch den Urlaub zur Hölle machen. Nach dem die erste Woche in Portugal verstrichen war, und das von mir mitgenommene Heroin verbraucht war, wurde von Mandy der gemeinsame Urlaub für beendet erklärt. Sie kam nicht mehr mit zum Strand und wir trafen uns nur noch zufällig. Eines Nachts kam sie mal wieder zum Zelt. Im Halbschlaf forderte ich sie auf dahin zu verschwinden wo sie her gekommen sei. Ein Wort gab das nächste. Ich war auf 180 und sagte ihr sie soll mich endlich in Ruhe lassen. Im dunklen Zelt machte ich eine genervte Ausholbewegung und mein Handrücken traf sie, ich weiß nicht genau wohin. Jedenfalls hatte sie jetzt erreicht was sie wollte. Nämlich die arme, geprügelte Frau zu spielen. Eigentlich sollten Rose und Mandy am 21. Juli wieder zurück fliegen. Mein Flieger ging am 24 Juli. Da aber Mandy im sonnigen Süden bleiben wollte, jedoch ihr Ticket zum Umtausch nicht rausrückte, gab es ein riesiges Theater und totales Chaos am Flughafen. Fünf Minuten bevor das Flugzeug abhob ließ man Rose und ihren Vater dann doch noch in das Flugzeug einsteigen und wir konnten nach Hause fliegen. Mandy schickte uns dann eine Postkarte auf der stand: „Ich bin endlich frei vom Heroin und genieße das Leben.“ Ende September war wieder eine Nachricht von ihr im Briefkasten. An dem von ihr geschriebenem Brief war zu erkennen, dass sie viele Wünsche und Ideen hatte, aber keine Ahnung oder finanzielle Mittel, sie umzusetzen. Mitte Oktober stand Madame eines Abends wieder vor meiner Haustür. Nach Absprache und dem Wunsch meiner Tochter ließ ich sie herein. Jeder hat ja eine zweite Chance verdient. Aber auch eine zwanzigste???

Die Tatsache dass sich Rose und meine Leidenszeit dadurch nur noch verlängerte, schien mir kein Gedanke wert gewesen zu sein. Naja, jedenfalls flogen wir im darauf folgenden Sommer noch einmal gemeinsam nach Portugal. Diesmal war auch Benji, Mandys Hund dabei. Eigentlich hätte ich es ja wissen müssen. Es war wie ein Flashback eines schon mal erlebten Drogenrauschs oder besser gesagt ein Déjà-vu Erlebnis. Von unserem Urlaubsort aus sind wir mit einem portugiesischen Mann und dessen Auto auf ein Musikfestival gefahren. Wir waren hunderte Kilometer von ihrem Zeltplatz entfernt. Als wie im Jahr zuvor das buchstäblich letzte Heroin verbraucht war und bei mir nichts mehr zu holen war, beschloss Mandy in das alte Verhaltensmuster zu verfallen. Mit Absicht und vollkommen berechnend Chaos zu verbreiten, Stress zu machen und zu streiten, darin war sie eine wahre Weltmeisterin. Auf dem Weg vom Auto zu Festivalgelände trug ich meine Tochter stundenlang auf meinen Schultern umher. Am späten Nachmittag sagte ich zu Mandy, sie soll mal eine halbe Stunde auf Rose aufpassen. Ich würde dann den Hund nehmen und mir mal die Beine vertreten. „Ne, mach ich nicht! Und außerdem ist das mein Hund,“ bekam ich zur Antwort. Ich war total genervt und hatte Schmerzen vom Sonnenbrand auf dem Rücken. Mir war total heiß vom tragen meiner Tochter. Ich nahm einfach den Hund und verschwand. Nach der besagten halben Stunde kam ich wieder zurück zu dem Platz wo wir vorher gesessen hatten. Doch die zwei waren nicht mehr da. Als es Abend geworden war traf ich Mandy wieder und fragte sie wo denn Rose wäre. Die schläft da hinten bei den Souvenir- verkaufsständen. Es hat mir jemand erlaubt sie dort hinzulegen. Unsere Wege trennten sich dann wieder. Ich war froh meine Tochter wieder gefunden zu haben und legte mich zu ihr schlafen. Meine damalige Reaktion auf Mandys Verhalten ist mir nicht mehr bewusst. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich ihr der nackten Arsch versohlen sollen. Aber Mandy war so, sie dachte sich, das Kind schläft ja, ich geh jetzt Party machen. Am nächsten Tag ging ich und Rose zum Fluss, baden. Irgendwann tauchte auch Mandy dort auf und es kam wieder zum Streit. Um die Szene schnell zu beenden entschloss ich mich wütend und genervt, ihr eine Abkühlung im Flusswasser zu spendieren. Später musste ich dann feststellen, dass mein Ticket für das abendliche Konzert von Iron Maiden verschwunden war. Es gab keine Möglichkeit mehr für mich auf das Festivalgelände zu kommen.

 

Ich hatte die Schnauze voll, wollte nur noch zurück an die Algarve. Ein Portugiese hat mich und Rose zu einem Bahnhof gefahren. In letzter Minute erreichten wir den Zug. Sonst hätten wir die Nacht im Bahnhof verbracht. Über Porto fuhren wir, die ganze Nacht nach Lissabon (Sackbahnhof). Von 6 – 9 Uhr, im Café sitzend, warteten wir bis die Reiseinformation öffnete. Rose war verständlicherweise voll neben der Spur. Der Infostand gab mir dann zu verstehen, dass wir mit der Fähre nach Barreiro die Lissabonner Bucht überqueren müssten. Da sei der Bahnhof zur Weiterfahrt. Um 14 Uhr setzte sich dann endlich der Zug Richtung Algarve in Bewegung. Am späten Abend noch eine halbe Stunde Taxifahrt und wir waren wieder am Atlantik. Was für ein Trip!!!. Den Rückflug zwei Wochen später trat ich wieder mit Rose alleine an. Ich begrub dann endgültig meinen Traum oder besser Alptraum, doch noch mit Mandy glücklich zu werden. Mandys Traum (ein Leben im sonnigen Portugal) fand auch im Jahr 2000 nicht statt. Irgendwann trafen wir uns im verregneten Solingen wieder. Ich fragte sie wie es ihrem Hund Benji geht. Sie sagte: „Dem geht es gut, der lebt jetzt in Portugal wo ich auch bald wieder bin!“. Auf ihre Antwort konnte ich nur noch mit den Kopf schütteln, dass haute mich um. Diese Frau hatte echt den Schuss nicht gehört! Sie lebt natürlich immer noch in Solingen. Mittlerweile hat Mandy sich einen Ersatzbenji (Hund) zugelegt.

 

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